Geschichtliches




Nach umfangreichen Verhandlungen zwischen Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik beherbergt die hessische Kleinstadt Hadamar seit Juni 1949 die Staatliche Glasfachschule. Die etwa 12.000 Einwohner zählende Stadt liegt in einer reizvollen Region am Rande des Westerwaldes, acht Kilometer nördlich von Limburg an der Lahn, auf halber Strecke zwischen Köln und Frankfurt am Main.

Gründung und Standortwahl gehen entscheidend auf die Mitwirkung sudetendeutscher heimatvertriebener Glasfachleute aus den Glas-zentren Nordböhmens zurück, die sich in Hadamar und Umgebung niederließen und nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Aufbau ihrer glasveredelnden Betriebe begannen.


Ihrer Tradition entsprechend bemühten sie sich darum, auch in Hadamar den Berufsnachwuchs für die glasbe- und -verarbeitenden Unternehmen aus einer eigens dafür eingerichteten Fachschule heranzubilden.

Bis in die heutigen Tage wurde das Ausbildungsprogramm der Schule ständig aktualisiert und den Entwicklungen und Erfordernissen der beruflichen Praxis angepasst.


Die ununterbrochene Mitwirkung von Schulleitungen und Lehrkräften an den Novellierungen von Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen für die glasbe- und -verarbeitenden Berufe positionierten den guten Ruf der Schule in der Fachwelt zusätzlich neben ihren hervorragenden Ausbildungsleistungen.

Vormals auf Schülerinnen und Schüler aus Hessen konzentriert, kommen diese nun aus dem gesamten Bundesgebiet, nicht selten auch aus den europäischen Nachbarstaaten, manchmal sogar aus asiatischen, afrikanischen und überseeischen Kulturkreisen.