Schulformen



Schulformen:

Dreijährige Berufsfachschule mit Berufsabschluss

Berufsschule

Zweijährige Fachschule

Lehrgang zur Meistervorbereitung

Die Schulformen
im Detail:

Dreijährige Berufsfachschule mit Berufsabschluss

Berufliche, vollschulische Erstausbildung in den Ausbildungsberufen:

Glaser/in

Glasapparatebauer/in

Glasveredler/in, mit den Fachrichtungen:
Kanten- und Flächenveredelung
Glasschliff und Glasgravur
Glasmalerei und Kunstverglasung


Zweijährige Fachschule, Technikerschule

Zweijährige Weiterbildung in Vollzeitform
(nach Berufsabschluss und mindestens einjähriger Berufspraxis) in den Schwerpunkten:

Glas- und Fensterbautechnik

Glasgestaltung


Kennzeichnend für diese Schulform ist die vielschichtige und breitgestreute Ausbildung. Verknüpft werden die Besonderheiten der Berufe in handwerklicher, funktionaler und gestalterischer Hinsicht mit den Inhalten des allgemeinbildenden und fachtheoretischen Unterrichts.

Die Berufsbilder:
Glaser/in

Die wachsenden Ansprüche an die technische Funktion und ästhetische Wirkung des Glases sowohl im Außen- als auch im Innenbereich bergen eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten in der Be- und Verarbeitung dieses außergewöhnlichen Werkstoffes.


Traditionelle Inhalte des Berufsbildes sind nach wie vor das Verglasen von Fenstern, Türen und Zwischenwänden, sowie die Abwicklung unterschiedlichster Reparaturarbeiten. Mit der seit 2001 gültigen Ausbildungsordnung ergeben sich nochmals deutliche Erweiterungen im Anforderungsprofil der beiden Fachrichtungen Verglasung und Glasbau, sowie Fenster- und Glasfassadenbau.


Die Entwicklung vielfältiger Spezialgläser mit verschiedenartigsten Funktionen verlangen besondere Bearbeitungs- und Montageverfahren. Ganzglasanlagen, Brüstungen, komplette Fassadenlösungen und Überkopfverglasungen, Vitrinenkonstruktion aber auch der Einsatz in der Solartechnik, erfordern unter anderem wesentliche Kenntnisse in den Bereichen Bauphysik und Baustatik.


Blei-, Messing- und Betonverglasungen, Bildereinrahmungen, Verklebe- und Verschmelzungs-techniken gehören zusätzlich zu den Disziplinen des Glaserhandwerks und bereichern das Berufsbild in gestalterischer Hinsicht.

In der Rubrik Aktuelles sind Besuchstermine für mögliche Bewerber abgelegt.



Glasapparatebauer/in

Aus Glasrröhren, -stäben und -kolben fertigt der Glasapparatebauer/die Glasapparatebauerin eine Vielzahl von Geräten, die in naturwissenschaftlichen Laboratorien und Versuchsanlagen sowie in der Medizin benötigt werden.


Durch Erhitzen in der Flamme eines Brenners (auch Gebläselampe genannt) wird das Glaspartiell erweicht, geformt und durch Blasen mit dem Mund weiter verändert. Der Glasapparatebauer/die Glasapparatebauerin schneidet, biegt, weitet die Glaselemente und verbindet sie miteinander oder auch mit Metallteilen.

Vielfältige Arbeitsgänge wie das Ausziehen, Trennen, Einschnüren, Einschmelzen und Anschmelzen des Glases führen zu komplexen Glasapparaturen, die nach vorgegebenen oder selbst gefertigten Konstruktionszeichnungen gebaut werden. Gekennzeichnet ist dieser Beruf durch einen sehr hohen technischen Anspruch.

Glasveredler/in mit den Fachrichtungen:

• Kanten- und Flächenveredlung

• Glasschliff und Glasgravur

• Glasmalerei und Kunstverglasung

Seit 01. August 2004 wurden die Berufsbilder Glasveredler/in und Glas- und Porzellanmaler/in zu einem gemeinsamen Ausbildungsberuf Glasveredler/in zusammengeführt. Eingeteilt wurde das neue Berufsbild in die oben genannten Fachrichtungen. Der Beruf Glas- und Porzellanmaler/in fällt künftig weg bzw. findet sich in der neuen Fachrichtung Glasmalerei und Kunstverglasung wieder. Insgesamt erfährt das inhaltliche Ausbildungsspektrum aller Fachrichtungen eine erhebliche Erweiterung, die die Aktualität des Berufes zweifellos steigern und die Chancen am Arbeitsmarkt verbessern wird.

An der dreijährigen Berufsfachschule in Hadamar durchlaufen die Schülerinnen und Schüler im ersten Ausbildungsjahr alle Inhalte der drei Fachrichtungen in gleichwertigem Stundenumfang. Für das zweite und dritte Ausbildungsjahr entscheiden sie sich dann für die ihrer Neigung entsprechende Fachrichtung.


Fachrichtung:
Kanten- und Flächenveredelung

Vorzugweise Flachglas wird durch verschiedene Schliff- und Poliertechniken an Kanten und Flächen bearbeitet. Strahlmattierungen und Ätzungen in unterschiedlichen Tönen, Tiefen und Strukturen veredeln Flachgläser nach Vorgaben und eigenen Entwürfen.

Beschichten von Glasoberflächen, Verformen und Verschmelzen von Glas und glasähnlichen Werkstoffen, Verbinden bearbeiteter Werkstücke zu flächigen und körperhaften Glasgestaltungen und Glaskonstruktionen verdeutlichen eindrucksvoll die Vielfalt des Ausbildungsganges.

Anwendung finden die Produkte aus dem Bereich Kanten- und Flächenveredlung vorzugsweise für die Gestaltung von Türfüllungen, Raumabtrennungen, Brüstungen, Ganzglasanlagen und dem Vitrinen- und Möbelbau. Sie beeinflussen dabei in besonderer Weise das architektonische Raumkonzept.

Fachrichtung:
Glasschliff und Glasgravur


Insbesondere Hohlglas wird durch abtragende Techniken an der Oberfläche veredelt oder in der Form verändert. Vorgegebene Dekore wie Wappen, Ornamente, Schriften oder figürliche Darstellungen sind eher traditionell geprägt, bilden aber die Grundlage für eigene Entwürfe, die in vielfältigen Schliff- und Gravurtechniken auf das Hohlglas übertragen werden. Gefordert ist dabei ein ausgeprägtes räumliches und plastisches Vorstellungsvermögen, das in zeichnerischen und plastischen Gestaltungsfächern geschult wird.

Fachrichtung:
Glasmalerei und Kunstverglasung

Nach gegebenen Vorlagen oder eigenen Entwürfen werden Motive hauptsächlich auf Flachglas aber auch auf Hohlglas umgesetzt. Eigens von der Industrie entwickelte Schmelzfarben werden in verschiedenen Pinseltechniken, direkten und indirekten Druckverfahren oder in der Spritztechnik auf das Glas aufgetragen und in speziellen Elektro- oder Gasöfen dauerhaft eingebrannt.

Untrennbar mit den glasmalerischen Planungen verbunden sind die unterschiedlichen Techniken der Kunstverglasung.


Die Herstellung von Fenstern für den kirchlichen und privaten Raum, häufig auch nach Entwürfen namhafter Künstler unserer Zeit gestaltet, erfordern eine besondere zeichnerische Begabung und ein differenziertes Einfühlungsvermögen in eine andere Handschrift.

Ätzdekorationen, Strahlmattierungen, unterschiedliche Verklebungsmethoden auch in groß flächigen Fassadenanwendungen und die sehr variable Fusingtechnik für Glasverformungen und verschmelzungen erweitern das gestalterische und handwerkliche Tätigkeitsfeld in hohem Maße.

Aufgaben im Zusammenhang mit der Restaurierung und Konservierung von historischen und zeitgenössischen Bildfenstern erfordern neben den handwerklichen Fertigkeiten auch breitgefächerte kunsthistorische Kenntnisse.

In der Rubrik Aktuelles sind Besuchstermine für mögliche Bewerber abgelegt..

Zulassungs-
voraussetzungen:

Erfüllung der Vollzeitschulpflicht (Hauptschule).

Nachweis der gesundheitlichen Eignung für den gewählten Ausbildungsberuf. Diese sollte nicht älter als drei Monate vor der genannten Bewerbungsfrist sein. Gibt es mehr Bewerbungen als Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen, wird eine Aufnahmeprüfung durchgeführt. Bevorzugt werden jedoch junge Interessenten, die noch ohne Erstausbildung sind.

In der Rubrik Aktuelles sind Besuchstermine für mögliche Bewerber abgelegt.

Abschluss:

Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung, die der Gesellenprüfung im Handwerk (duales System) gleichgestellt ist.

Wichtig:

Eine Ausbildungsvereinbarung mit der Glasfachschule Hadamar bedeutet Schulpflichtigkeit und Einsatzbereitschaft. Unregelmäßiger und nicht ordnungsgemäßer Schulbesuch hat Folgen.

Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule erhalten im Gegensatz zu den Lehrlingen in den Betrieben keine Ausbildungsvergütung. Finanzielle Förderung ist über das Bundes-Ausbildungsförderungs-Gesetz (BaföG) möglich. Es besteht Lehr- und Lernmittelfreiheit und kein Schulgeld muss entrichtet werden.

Andererseits ist über die dreijährige Ausbildung die Anschaffung von unterrichtlichen Sonder-materialien und persönlichen Werkzeugausstattungen ratsam, teilweise auch erforderlich. Nach Ausbildungsberufen verschieden, ist mit Kosten bis zu € 700.- (EURO) zu rechnen.


Dokument: Anmeldung/Personalbogen-BFS

Zur Ansicht des BFS-Anmeldeformulars benötigen Sie den Adobe-Acrobat-Reader. Falls Sie auf Ihrem Computer das Programm noch nicht installiert haben sollten, können Sie es über den nachstehenden Button kostenlos herunterladen.








Schulträger- und
länderübergreifende
Fachklassen:

Auf der Grundlage der schulträger-übergreifenden Fachklassen-zuordnung in Hessen und der Vereinbarung der Kultusminister aller Bundesländer können neben den Glaserinnen und Glasern auch Fachklassen in Hadamar für folgende Ausbildungsberufe geschaffen werden:

Glasveredler/Glasveredlerin

Fachrichtungen:
Kanten- und Flächenveredelung
Glasschliff und Glasgravur
Glasmalerei und Kunstverglasung

Glasapparatebauer/
Glasapparatebauerin

Leuchtröhrenglasbläser/
Leuchtröhrenglasbläserin

Flachglasmechaniker/
Flachglasmechanikerin

Berufsschulpflicht:

Für alle Jugendlichen und Erwachsenen besteht im Rahmen eines vertraglich festgelegten Ausbildungsverhältnisses Berufsschulpflicht. Die Betriebe sind deshalb angehalten, ihre Auszubildenden rechtzeitig bei der Schule zum Fachunterricht anzumelden.

Abschluss:

Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung im Handwerk.

Ausblick:

Durch die neu strukturierten Berufsbilder wird die Intensivierung überbetrieblicher Bildungsgänge noch dringicher.

Diesbezüglich plant die GF-Hadamar in die Zukunft.










Zweijährige Fachschule:

Die Staatliche Glasfachschule Hadamar ermöglicht erfahrenen Nachwuchskräften aus den Bereichen des Glasbaus, des Fenster- und Fassadenbaus, des Glasapparatebaus, der Glasbearbeitung, Glasveredelung und der Glasgestaltung eine höher qualifizierende Weiterbildung und damit eine erfolgreiche berufliche Zukunft.

Sie ist zwingend notwendig geworden, denn Industrialisierung und Automatisierung haben in den letzten Jahrzehnten die Wirtschaft in wesentlichen Teilen umgestaltet. Heute sind es zudem neue Technologien, insbesondere die Informationstechnik, die den Produktions- und Dienstleistungsbereich bestimmen.

Glas als zwischenzeitlich maßgeblichstes Produkt in der Architektur des 21. Jahrhunderts erfordert mehr und mehr die Mitarbeit und Partnerschaft von Glasbautechnikern und -technikerinnen sowie Glasgestaltern und -gestalterinnen in den Planungs-, Konstruktions- und Designbüros. Im Schwerpunkt Glasgestaltung der Fachrichtung Glastechnik werden die Studierenden dazu befähigt, künstlerische Aussagen und technisch-funktionale Überlegungen nicht isoliert voneinander zu betrachten, sondern durch eine ganzheitliche Verknüpfung beider Aspekte formal hochwertige Produktlösungen zu entwickeln.

Aus diesem Grund wird der Unterricht in den Schwerpunkte Glas- und Fensterbautechnik und Glasgestaltung zum größten Teil gemeinsam abgehalten. Die Vorbereitung der Studierenden auf Führungsaufgaben im mittleren unternehmerischen Funktionsbereich ist dabei vorrangiges Ziel der Weiterbildung. Häufige Nachfragen und Stellenangebote aus der freien Wirtschaft zeigen den ständigen Bedarf an Fachschulabsolventen unserer Schule.

Das zweijährige Vollzeitstudium in der Fachrichtung Glastechnik gliedert sich in folgende Schwerpunkte:

• Glas- und Fensterbautechnik

• Glasgestaltung

Diplom:

Das Studium endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung, die bei erfolgreichem Verlauf zur Führung folgender Berufsbezeichnung berechtigt:

Staatlich geprüfte/r Techniker/in

Fachrichtung Glastechnik, Schwerpunkt Glas- und Fensterbautechnik oder Glasgestaltung.

Zulassungs-
voraussetzungen:

Abschlusszeugnis der Berufsschule oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis. Abschlussprüfung in einem einschlägigen Ausbildungsberuf. Nachweis einer mindestens einjährigen Berufspraxis in einschlägiger Fachrichtung. Können vorgenannte Bedingungen nicht erfüllt werden: mindestens siebenjährige berufliche Tätigkeit in fachnaher Ausrichtung; Nachweis der Eignung in einer Feststellungsprüfung.

In der Rubrik Aktuelles sind Besuchstermine für mögliche Bewerber abgelegt.

Zusatzqualifikationen:

Mittlerer Bildungsabschluss für Hauptschulabsolventen nach dem ersten Ausbildungsjahr, bei entsprechendem Leistungsnachweis. Fachhochschulreife nach Belegung des Zusatzfaches Mathematik im zweiten Ausbildungsjahr und einer abschließenden Zusatzprüfung in diesem Fach.

Erwerb des Meistertitels nach erfolgreichem Abschluss der Technikerprüfung, wobei dann der fachtheoretische TeiI erlassen wird. Hierzu ist jedoch zu vermerken, dass sich erfolgreiche Fachschulabsolventen per Gesetzesgrundlage seit Januar 2004 ohne die Meisterprüfung in die Handwerksrolle eintragen lassen können, um eine betriebliche Existenz zu gründen. Sollte die Absicht bestehen, auch auszubilden, ist eine zusätzliche Ausbildereignungsprüfung abzulegen.

Wichtig:

Grundsätzlich besteht Lehr- und Lernmittelfreiheit. Für die Nutzung von Werkstätten und dem damit verbundenen Materialverbrauch wird zurzeit je Halbjahr eine Gebühr von 50,00 EUR erhoben.

Zeitweise ist die Anschaffung von Sondermaterialien, spezieller Fachliteratur und Arbeitsgeräten erforderlich. Gegebenenfalls ist dann über die gesamte Ausbildungszeit mit zusätzlichen Kosten in Höhe von etwa 800,00 EUR zu rechnen.




Dokument: Anmeldung/Personalbogen-FS

Zur Ansicht des BFS-Anmeldeformulars benötigen Sie den Adobe-Acrobat-Reader. Falls Sie auf Ihrem Computer das Programm noch nicht installiert haben sollten, können Sie es über den nachstehenden Button kostenlos herunterladen.

Lehrgang zur Meistervorbereitung:

In achtmonatigen Lehrgängen werden in den glasbe- und -verarbeitenden Berufen Vorbereitungen zur Meisterprüfung vorgenommen.

Für den organisatorischen Rahmen zeichnet die Bundesfachschule des Glaserhandwerks verantwortlich; die wesentlichen unterrichtlichen und prüfungsrelevanten Abläufe werden von ihr in Kooperation mit der Glasfachschule Hadamar durchgeführt. Die Anmeldungen für die Lehrgänge sind zu richten an den Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks.

An der Glasfachschule 6
65589 Hadamar

Tel.: +49 (0)6433-91330
Fax: +49 (0)6433-5702

eMail: biv@glaserhandwerk.de

Domain: www.glaserhandwerk.de

Förderungs-möglichkeiten:

Die Weiterbildung zur/zum Techniker/in wird gefördert nach: Arbeitsförderungsgesetz (AfG) durch das Arbeitsamt, Meister-BaföG; Informationen unter:

www.meister-bafoeg.info